Die Stadt der träumenden Bücher

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Inhalt: Der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz ist auf der Suche nach dem Verfasser eines Manuskriptes, dessen Lektüre ihn das Herz erwärmt. Der beste Ort, einen Autor ausfindig zu machen wäre da wohl Buchheim, die Stadt der Bücher und des Wortes. Leider gerät Hildegunst von Mythenmetz an den Falschen und findet sich durch ein widerliches Komplott in den Katakomben unter Buchheim wieder. Dort wimmelt es nicht nur von gefährlichen Kreaturen und grausamen Bücherjägern, sondern auch von Büchern. Und nicht jedes ist ein Freund …

Was ein Drache denkt:

Hier fängt die Geschichte an.

Ich bin mir sicher, ich habe niemals ein kreativeres oder detailreicheres Buch gelesen, als die Stadt der träumenden Bücher – abgesehen von Walter Moers’ restlichen Zamonien-Romanen.

Speziell empfehlenswert für Büchernarren: In diesem Roman gibt es keine Seite, auf der nicht mindestens einmal das Wort Buch vorkommt. Bücher überall!

Mit Witz und wahnsinnigem Erzählgeist und Einfallsreichtum beschreibt Hildegunst von Mythenmetz seine abenteuerliche und ganz und gar ungeheuerliche Reise nach Buchheim und zurück. Verbannt in die Katakomben unter Buchheim sieht er sich Gefahren gegenüber, die einem nicht in den wildesten Träumen einfallen würden.

Namen wie Zitronella Ungeküsst, Colophonius Regenschein, Dr. Abdul Nachtigaller, Yodler van Hinnen oder Coconus Nusgoko prasseln von allen Richtungen auf den Leser herab. Delikatessen wie Buchlinge, Bienenbrote, Zudem verstecken sich einige bedeutende Autoren unserer realen Welt hinter Anagrammen in der Buchwelt: Perla la Gadeon, HPT Farcevol, Ojann Golgo van Fonteweg. Wer sich wohl dahinter verbergen mag?

Gespickt mit Details, die nicht nötig wären, handelte es sich um eine normale Geschichte, welche in diesem Fall das Buch jedoch zu dem Meisterwerk machen, das es ist. Lange Ausschweifungen der verrücktesten Sorte machen das Buch zu einem ausergewöhnlichen Leseerlebnis für jung und alt.

Walter Moers – pardon – Hildegunst von Mythenmetz bestückt sein Werk mit wunderschönen, detailreichen Zeichnungen, die einem die Reise nach Zamonien noch versüßen.

Spinxxxxe, Bücherjäger, Buchlinge, Haifischmaden und Blutschink sind nur leere Worte? Dann aber schleunigst ein Ticket nach Buchheim gekauft! Das Abenteuer wartet!

Fazit: Ein Abenteuer für Bücherwürmer aller Art. Eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort – wundervoll.

Zitate

Getürmt aus Buch auf Buch

Verlassen und verflucht

Gesäumt von toten Fenstern

Bewohnt nur von Gespenstern

Befallen von Getier

Aus Leder und Papier

Ein Ort aus Wahn und Schall

Genannt Schloß Schattenhall

von Mythenmetz, Hildegunst. Die Stadt der träumenden Bücher. p. 160


‘Ich suche jemanden’, sage ich.

‘Aha. Einen Verleger?’

‘Nein, einen Dichter.’

‘Name?’

‘Weiß ich nicht.’

‘Was hat er geschrieben?’

‘Keine Ahnung.’

‘Wie sieht er aus?’

‘Keinen Schimmer.’

‘Aha. Dann sind Sie ihm also dicht auf den Fersen.’

von Mythenmetz, Hildegunst. Die Stadt der träumenden Bücher. p. 77

Details zum Buch:

  • Autor: Hildegunst von Mythenmetz
  • Titel der zamonischen Originalfassung: Reiseerinnerungen eines sentimentalen Dinosauriers
  • Übersetzer: Walter Moers
  • Alter: Man kann es durchaus mit 11 bereits lesen; zum vollen Verständnis würde ich 16+ empfehlen
  • Verlag: Piper
  • Seiten: 475

Weitere Bücher aus der Reihe:

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