Auf der anderen Seite des Flusses

indextzdfg

Es war einmal ein kleines Dorf. Es hieß Waldau am Fluß. Ein Teil der Leute von Waldau wohnte auf der Ostseite des Flusses.

Der andere Teil der Leute von Waldau wohnte auf der Westseite des Flusses.

Eine wackelige Holzbrücke verand die beiden Seiten von Waldau.

Was ein Drache denkt: Als ich bei Oma auf dem Dachboden durch meine alten Sachen schaute und Kisten voller Bücher entdeckte, wurde ich natürlich sofort in der Zeit zurückgeworfen. Einen ganzen Nachmittag verbrachte ich mit Wühlen und Erinnern.

Auf der anderen Seite des Flusses ist ein köstliches Kinderbuch! So idyllisch das Dörfchen am Fluss auch scheint, in Wirklichkeit prügeln sich die Leute vom Westufer immer mit den Leuten vom Ostufer. Beschimpfungen fliegen hin und her. Text und Bilder passen wie die Faust aufs Auge!

Dann bricht die wackelige Brücke und alle denken sich, dass es so besser sei …

Doch immer ist genau der Schneider, der Schmied, der Bäcker oder wen man gerade braucht auf der anderen Seite. Das Buch zeigt zwei Gruppen von Leuten, die zu stolz sind, zuzugeben, dass sie einander brauchen. Es zeigt, dass man immer erst merkt, was man hatte, wenn man es verloren hat.

Natürlich wird die Brücke zum Schluss erneuert und alle helfen mit, niemand beschimpft den anderen und endlich kehrt Idylle ein in Waldau am Fluss. Der lange Weg von zwei verhassten Seiten, die endlich verstehen, dass es viel einfacher ist, wenn man sich nicht bekriegt.

Und wenn ein Fremder durch Waldau am Fluß käme, würde er denken: Wie schön müßte es sein, hier zu wohnen. Und er hätte recht.

Lieblingsfiguren: Alle. Durch die Bank.

Fazit: Ein durch und durch tolles Bilderbuch. Lustig, mit tollen Zeichnungen und einem Happy End! Es war eines meiner Lieblingsbilderbücher als Kind und auch heute, wenn ich es durchblättere, zaubert es immer noch ein Lächeln auf mein Gesicht.

Zitate:

‘Westhalunken!’

‘Ostgesindel!’


Niemand kann sagen, welche Seite besser ist.

Nur die Brücke ist stärker als vorher.

Details zum Buch:

  • Autoren: J. Oppenheim und Aliki
  • Titel der Originalfassung: On the other Side of the River
  • Übersetzer: Anke von Sichowsky und Gunter Steinbach
  • Erscheinungsjahr: 1972
  • Verlag: Österreichischer Bundesverlag, Wien
  • Seiten: 28 (nach eigener Zählung)
Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s