Book of Lies

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Inhalt: Auf der Beerdigung ihrer Mutter trifft Quinn auf ihre eineiige Zwillingsschwester: Piper. Warum wurden sie getrennt, warum hatte Piper ein Leben, das sich Quinn schon immer gewünscht hat? Liebende Eltern, Schule, Bücher und Freunde? Warum wurde Quinn bei ihrer Großmutter aufgezogen? Weggesperrt wie ein wildes Tier? Was die Schwestern nicht wissen, ist dass durch ihr Aufeinandertreffen dunkle Mächte entfacht wurden und sie nun gegen eine uralte Prophezeihung kämpfen müssen …

Was ein Drache denkt: Zunächst war ich hin und weg von der Idee, eines bösen und eines guten Zwillings. Natürlich will einem der Klappentext glauben machen, dass Quinn gemeingefährlich ist und Piper ein Engelchen, doch im Laufe des Buches wird klar, dass Gut und Böse nicht in schwarzweiß gemalt sind.

Piper war mir unsymphatisch: sie ist ignorant, arrogant und ein verwöhntes Mädchen, das nicht verstehen will, warum nicht jeder so toll ist wie sie. Sie behandelt ihre Freunde wie Dienstboten, wobei ihr seltsame dunkle Mächte helfen.

Quinn mochte ich von Anfang an: sie ist schüchtern, höflich und zurückhaltend. Natürlich fühlt man mit ihr, wenn sie Pipers tolles Haus sieht, da sie offensichtlich noch nie in ihrem Leben so viel Luxus hatte. Man vertraut ihr.

Natürlich gab es auch einen Freund in Pipers Leben, zu dem sich Quinn geradezu magisch hingezogen fühlt. Meiner Meinung nach ein netter Kerl, aber eindeutig eine sexy Stehlampe (austauschbar mit einer normalen Stehlampe und der Plot funktioniert trotzdem).

Das Buch hat sich meiner Meinung nach etwas gezogen. Der Anfang war gut; man wird direkt in die Geschichte geworfen und muss sich bereits zurechtfinden, ohne, dass einem jemand erklärt, was passiert. Ab dem Zeitpunkt, wo Piper beschließt, niemand darf Quinn sehen, beginnt ein gewaltiges Versteckspiel. Oder Katz-und-Maus. Ein bisschen langweilig für meinen Geschmack, da man nicht wirklich viel über die Zwillinge erfährt. Und trotzdem will man unbedingt mehr erfahren.Wer spielt mit wem?

Im letzten Viertel des Buches wird der Leser total überfallen mit dunklen Mächten, die vorher angedeutet und hin und wieder zaghaft erwähnt wurden. Da aber auch Piper und Quinn mehr davon geahnt haben, als dass sie etwas wussten, waren zumindest alle im selben Boot.

Sobald dann die Geister und Mächte und all die Magie erklärt wurden und die Puzzleteile sich rasant zu einem Bild zusammengefügt haben, fand ich das Ganze etwas vage. Die Idee ist nicht schlecht, doch meiner Meinung nach ging alles zu schnell, verloren geglaubte Personen wurden in Windeseile in den Plot geworfen, andere kamen gar nicht mehr vor und der Schluss ist auf den Leser zugerast, als ob die dunklen Mächte selbst hinter ihm her wären. Der Schluss selbst hat mir nicht gefallen. Er hat irgendwie nicht gepasst. Es war wie die Schlussszene in Mockingjay Part II: fake und seltsam, als ob der Schluss für eine andere Geschichte gemacht gewesen wäre.

Ohne spoilern zu wollen: ab der Hälfte wusste ich, was passiert war und wer der Schuldige war, doch fehlte mir das Warum. Das erfuhr ich jedoch erst ganz am Schluss. Etwas dürftig, aber doch ein Grund.

Lieblingsfiguren: Quinn, Ness (die Hündin)

Fazit: Alles in allem eine langsame Geschichte mit rasantem Ende. Ich hatte mir, wenn ich ehrlich bin, mehr Zwillings-Grusel erhofft und auch wenn mir das Buch im Großen und Ganzen gefallen hat, war es nicht das Wahre. Teilweise spannend und sogar etwas gruselig, dann wieder zähflüssig. Wer gerne Fantasy Bücher über Zwillinge liest, sollte sich diese Geschichte nicht entgehen lassen.

Zitate

Meine Schwester muss mir vertrauen. Sie muss mich lieben, um mir zu vertrauen. Ich muss liebenswert sein, ständig.

Terry Teri. Book of Lies. Klappentext


Sprich die Wahrheit.

Terry Teri. Book of Lies. p276

Details zum Buch:

  • Autorin: Teri Terry
  • Titel der Originalfassung: Book of Lies
  • Übersetzerin: Petra Knese
  • Alter: ab 14
  • Verlag: Coppenrath
  • Seiten: 395
  • Umschlag: Gebunden
  • ISBN: 978-3-649-66752-0
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7 thoughts on “Book of Lies

  1. Ich fand’s toll, allerdings hat Teri Terry bei mir auch Vorschusslorbeeren und ich gehe schon mit Begeiserung in ihre Bücher rein. Ich fand den Anfang richtig gut gemacht. Manchmal wusste ich nicht, was ich jetzt glauben soll. Ich mochte auch das Setting in Dartmoor sehr gern und fand es auch gut gemacht, wie aus dem ganz normalen Plot eine mystische Urban-Fantasy-Story entstand. Zak war farblos, das stimmt. Hab ich ihn in meiner Rezi überhaupt erwähnt?! 😀

    LG
    Mona

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