Die Finstersteins. Wehe, wer die Toten weckt (Bd.1)

9783649619086_1467806479821_xxl

Ein großes Dankeschön geht an Herrn Seiler vom Coppenrath Verlag für das Leseexemplar!

Inhalt: Fred ist ein ganz normaler Junge mit normalen Problemen: wird in der Schule gehänselt, hat einen nerdigen Freund, der ihn in allerhand Schwierigkeiten bringt, wohnt auf dem Fr(i)edhof. Alles läuft gleichbleibend doof, bis Fred aus Versehen die Familie von Finsterstein in ihrer Gruft zum Leben erweckt. Was macht man nun mit einer aus der Zeit gefallenen Familie mit einem Hang zum Chaos?

Was ein Drache denkt: Angesprochen hat mich vor allem das Cover und die Idee. Ich sah mich bereits in einem grandiosem Mix aus ‚Alle meine Monster‘ und ‚Adams Family‘. Leider lag ich da völlig daneben: Die Geschichte hat nicht die Originalität oder den Witz, den ich mir erwartet hatte. Keine außergewöhnlichen Plot-Elemente oder raffinierte Wortwitze.

Alles kam langsam ins Rollen und auch wenn ich mir bewusst bin, dass das nur der 1. Band war und die Geschichte wahrscheinlich im nächsten Buch wirklich losgehen wird, wartete ich doch ungeduldig auf das Erwachen der von Finstersteins.

Ich konnte mich weder mit Fred, noch mit den wichtigsten Nebenfiguren richtig anfreunden. Fred war für mich zu oberflächlich. Was macht er in seiner Freizeit, wenn er nicht gerade Alibitrauergast auf einer Beerdigung ist? Was mag er – außer Mädchen: Wer bitte schmachtet die Statue eines Mädchens an (außer Pygmalion natürlich)?

Freds bester Freund war der (stereo)typische Nerd: pummelig, bebrillt und besserwisserisch. Das ging mir auf die Nerven.

Da die Geschichte im heutigen Berlin angesiedelt ist, wurden die Mobber mit einer groben Sprache und dem dicksten Berlinerisch ausgestattet, was mich nicht sehr angesprochen hat. Alles in allem waren die Beschreibungen niveauvoll und sogar ein bisschen malerisch. Dies hat sich allerdings heftig mit den direkten Reden gebissen, die sehr – ich sag mal – modern gehalten sind. Es mag sein, dass ich altmodisch bin, aber ich finde, auch Kinderbücher sollten sprachlich gut ausgearbeitet sein.

Durch das Buch ziehen sich Zeichnungen, die ich sehr gelungen finde. Manchmal etwas übertrieben, wie zum Beispiel die Darstellung der Mobber, doch der Stil gefällt mir. Ich bin ein Fan von Kinderbüchern, in denen sich die eine oder andere Zeichnung findet. Natürlich versetzen mich auch reine Textwüsten in Entzücken, keine Frage!

Lieblingsfiguren: Anton und Julius von Finsterstein

Fazit: Eine langsame, mit für Kinder – wahrscheinlich – ansprechenden Dialogen. Die Idee war gut, das Potenzial war da, aber an der Umsetzung hat es gemangelt. Alles in allem hat mir das Buch nicht so gut gefallen. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass es in Bd. 2 dann sofort losgeht und die Geschichte spannend wird.

Zitate

Vielleicht sollten wir ihn ein wenig piesacken! Möglich, dass er es erbaulich findet!

Details zum Buch:

  • Autor: Kai Lüftner
  • Illustrator: Fréderic Bertrand
  • Alter: Ab 9 Jahren
  • Verlag: Coppenrath
  • Seiten: 224
  • Umschlag: Gebunden
  • ISBN: 978-3-649-61908-6
Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s