Warren der 13. und das Magische Auge

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Vielen lieben Dank an Herrn Hirtl von Luebbe für das tolle Leseexemplar!

Inhalt: Warren der Dreizehnte, Erbe des einst hoch angesehenen Hotel Warren, schuftet als Page, Hausmeister, Laufbursche und Mädchen für alles unter der strengen Anleitung von Tante Annaconda. Diese ist auf der Suche nach dem legendären Magischen Auge, das sich irgendwo in dem alten Gebäude versteckt und nimmt das Hotel Brett für Brett, Stein für Stein auseinander. Die Ankunft eines Gastes versetzt alle in helle Aufregung; seit Jahren hat das Hotel keinen Gast mehr begrüßen dürfen. Und die mysteriös vermummte Gestalt ist erst der Anfang eines großen Abenteuers, in dem es an Spannung, Grusel und Hexerei nicht fehlt.

Was ein Drache denkt: Beim ersten kurzen Durchblättern haben mich vor allem die Illustrationen und aufwendig gestalteten Seiten beeindruckt. Es gibt komplett schwarze Seiten mit rotem oder weißem Text und die vielen verschiedenen Schriftarten machen das Buch wirklich sehenswert. Hier nur einige Beispiele der tollen Gestaltung:

Leider muss ich auch dazu sagen, dass mir die Schattierungen bei Personen oder die Illustrationen der Figuren eigentlich nicht wirklich gefallen haben. Sie waren zu skurril. Wahrscheinlich ist meine Aussage widersprüchlich, aber die Figuren waren nicht so gut getroffen wie Häuser oder Fläschchen oder Bücher.

Am Anfang der Geschichte werden erst mal alle Figuren ausführlich vorgestellt und man bekommt einen sehr genauen Einblick in das Leben von Onkel Rupert, Tante Annaconda und Warren selbst, welcher irgendwie keinen Vornamen zu haben scheint. Die Geschichte braucht ein wenig, bis sie in die Gänge kommt und erst im Nachhinein habe ich herausgefunden, dass dies nur der erste Band war! Für mich ist das Buch so abgeschlossen und den Folgeband werde ich wahrscheinlich nicht lesen.

Rupert lässt das Hotel verkommen und vertreibt sich die Zeit mit Schlafen und Essen, während eine machthungrige Tante Annaconda auf der Suche nach dem Magischen Auge eine Spur der Zerstörung hinterlässt. Warren räumt auf so gut er kann und versucht, das Hotel halbwegs instand zu halten. Richtig warm geworden bin ich leider mit keiner der Figuren, höchstens mit dem Koch und dem Monster – verzeihung -, Sketchy aus dem Heizungskeller.

Die Tatsache, dass zuerst Annaconda und dann das halbe Nachbarsdorf so rücksichtslos mit dem Hotel umgehen, hat bei mir wohl einen Nerv getroffen: Als im Kundenservice Arbeitende war es für mich ein Grauen, der Zestörung des Hotels beizuwohnen und die Beschreibungen der Gäste und ihrer Schandtaten haben mir die Haare zu Berge stehen lassen. Dagegen kamen auch grausame Hexen und gruselige unterirdische Tunnel voller Gefahren nicht an. In dieser Hinsicht war die Lektüre etwas stressbegleitet, aber recht spannend. Besonders im letzten Drittel, als die bisher rätselhafte, doch schleppende Jagd nach dem Magischen Auge sich zu einem packenden Finale aufschwang.

Der Leser rätselt während des ganzen Buches, worum es sich bei diesem Magischen Auge eigentlich handelt. Die Schatzsucher, die ins Hotel pilgern, haben ihre eigenen Vorstellungen davon: eine Kristallkugel, eine Spezialbrille, ein Edelstein … Zugegeben, auf die richtige Antwort hätte ich niemlas getippt. Natürlich verrate ich euch nichts – psst, selber lesen!

Es kommen einige sehr kreative Elemente im Buch vor, wie zum Beispiel Parfümeurinnen, Sketchy oder das Magische Auge und eben diese Elemente haben das Buch dann doch spannend gemacht.

Lieblingsfiguren: Sketchy, Chef

Fazit: Ein nettes Kinderbuch mit vielen skurrilen Zeichnungen, die nun mal nicht jedermanns Sache sind. Spannend und gruselig an manchen Stellen, aber für meinen Geschmack zu langatmig am Beginn. Vom Hocker gerissen hat mich das Buch jetzt nicht und den Folgeband werde ich wohl auch nicht lesen.

Details zum Buch:

  • Autoren- bzw. Illustratorenduo: Tania del Rio; Will Staehle
  • Titel der Originalfassung: Warren the 13th and the All-Seeing Eye
  • Übersetzerin: Claudia Feldmann
  • Altersangabe: Ab 9 Jahren
  • Verlag: Boje in der Bastei Lübbe Gruppe
  • Seiten: 216
  • Umschlag: Gebunden
  • Erscheinungsdatum: 14.7.2016
  • ISBN: 978-3-414-82456-1
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