Dreamwalker – Der Zauber des Drachenvolkes

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Vielen lieben Dank an Fr. Rupp von Randomhouse für das fantastische Leseexemplar!

Inhalt: Dem jungen Errol Ramsbottom wird die Ehre zuteil, in den Orden des Hohen Fryd aufgenommen zu werden, wo er Magie und Kampfkunst erlernt. Im Laufe seines Novizentums wird ihm immer mehr bewusst, dass er die Ansichten des Ordens verabscheut. Der Orden der Kampfmagier untersteht dem direkten Befehl von Inquisitor Meylin und hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Drachen auszurotten. Und so droht dem versteckten Drachendorf, in dem Benfro unter Anleitung seiner Mutter zum Heiler und Magis heranwächst, höchste Gefahr.

Penguin Books hat sogar einen Buchtrailer veröffentlicht! *swoon*

Was ein Drache denkt: High Fantasy für Jugendliche. Endlich wieder etwas auf dem Niveau der Eragon-Reihe. Keine kitschige Liebesgeschichte, die Freundschaft zwischen Drache und Junge stehen im Vordergrund. So ungefähr wurde mir das Buch vorgestellt, als ich entscheiden sollte, ob es etwas für die Buchhandlung wäre. Ein wichtiger Punkt war, dass die zarte Liebesgeschichte, die sich am Rande abspielt, sich natürlich entwickelt und sich vor allem gesund entwickelt. I approve.

Sowohl Errol als auch Benfro werden von ihren Müttern zu Heilern erzogen, was manchmal verwirrend war, wenn schnell zwischen den Erzählperspektiven hin- und hergewechselt wurde. Manchmal gehen die beiden Erzählstränge auch so nahtlos ineinander über, dass der Anschein erweckt wird, es gäbe nur einen Protagonisten. Obwohl die beiden Figuren unterschiedlicher nicht sein könnten.

Der Autor nimmt sich viel Zeit und Seiten, die Figuren richtig vorzustellen und sie in verschiedenen Situationen zu zeigen, sodass der Leser sich ein gutes Bild von den verschiedenen Charakteren machen kann. Manchmal kam es mir zu detailliert vor, dann aber wurde ich wieder von der schönen Sprache fortgetragen und ehe ich mich versah, waren schon wieder 10 Seiten gelesen. Wenn man sich den Plot genauer ansieht, geschieht nicht sehr viel, und dennoch kann man nichts weglassen. Ich wage zu sagen, dass die große Geschichte erst auf den letzten Seiten beginnt, während der Rest wirklich dazu dient, mit der Welt, der Magie und den Figuren vertraut zu werden. Mit diesem ersten Band hat der Autor den Grundstein für seine Reihe gelegt. Ich bin erstaunt, dass dennoch so viel Spannung und Abenteuerlust aufkommt, dass ich das Buch nicht zur Seite gelegt habe. Im Gegenteil, ich will unbedingt wissen wie es weitergeht. Daran ist auch der schockierende Cliffhanger im letzten Kapitel verantwortlich.

Inquisitor Melyn gefällt mir sehr gut als Bösewicht: Er ist grausam, hinterhältig und von allen gefürchtet. Und auch ich dachte mir, dass ich ihm nicht begegnen möchte und das macht für mich einen gut ausgearbeiteten Gegner aus. Prinzessin Beulah, engste Vertraute von Melyn und Thronerbin des Obsidianthrones, ist machthungrig, schlau und stark. Ich denke, sie gefällt mir fast noch besser als Melyn, obwohl ich auch ihr nicht begegnen möchte.

Durch die Inquisition und den Aberglauben der einfachen Bevölkerung wird der Hass Drachen gegenüber immer mehr geschürt und es gibt nur noch wenige, die versteckt vor den Menschen leben. Wir lernen beide Seiten kennen. Errol lernt aus Geschichtsbüchern, die von Priestern der Orden geschrieben wurden und verfälschte und übertriebene Berichterstattung beinhalten. Einst herrschten die Drachen über die Ebenen und unterdrückten die Menschen. Nun ist es umgekehrt. Benfro hört eine ganz andere Geschichte und auch jetzt bin ich mir nicht sicher, wie es sich wirklich zugetragen hat, sodass es zu diesem Hass gekommen ist. Auch wenn ich eher geneigt bin, der Geschichtsschreibung der Drachen zu glauben.

Zu Beginn jedes Kapitels sind kurze Abhandlungen aus Briefen, Büchern und Manuskripten, die mehr über das Wesen der Drachen verraten oder Magie erklären. Meist steuern diese kurzen Texte dazu bei, dass man im folgenden Kapitel die Handlung besser versteht, was ich als gelungenes Stilmittel empfinde. So wird dem Leser weniger direkt erklärt und man fühlt sich, als habe man das präsentierte Wissen gerade selbst im Archiv nachgeschlagen.

Lieblinsfiguren: Martha, Inquisitor Melyn, Morgum, Oberbibliothekar Andro

Fazit: High Fantasy für Jugendliche, kann ich da nur wiederholen. Spannend, abenteuerlich und manchmal ein wenig blutig und grausam. Sehr empfehlenswert für Fantasy-Liebhaber, bei denen es auch mal langsamer vorangehen kann. Aber dafür wird der nächste Band sicher ereignisreich und noch packender.

Details zum Buch:

  • Autor: J.D. Oswald
  • Titel der Originalfassung: Dreamwalker
  • Übersetzerin: Gabriele Haefs
  • Altersempfehlung: Ab 12 Jahren
  • Seiten: 414
  • Verlag: cbj
  • Umschlag: Taschenbuch
  • Erscheinungsdatum: 08.09.15
  • ISBN: 978-3-570-40306-8
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