Luzifer junior [Band 1]

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Inhalt: Luzifer ist nicht begeistert von der soften Seite seines Sprösslings und alle Versuche, ihn zum Bösen zu bekehren scheitern kläglich. Denn er soll einmal die Hölle übernehmen. Da bleibt nur eins: Luzifer junior muss Erfahrungen bei den Menschen sammeln. Prompt schickt der Teufel ihn in ein Knaben-Internat, wo Luzie lernen soll, wie man schön fies und gemein ist.

Was ein Drache denkt: Als Fan der Fernsehserie Lucifer musste ich das Buch natürlich sofort lesen, denn es klang nach Spaß und vielen Missverständissen. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Luzifers Job ist nicht einfach. Menschen quälen, seinen Sohn zum Bösen erziehen und die Hölle leiten. Diese finde ich einen sehr kreativ und toll beschriebenen Ort. Sünder, die in die Hölle kommen, werden einer Abteilung, ähnlich Dantes Kreisen der Hölle, zugewiesen. Es gibt die klassischen Diebe und Mörder, aber auch die Laubgebläse-Arbeiter und die Metallica-Fans.

Die Mitarbeiter, die für die einzelnen Abeilungen und deren Folterung zuständig sind, sind Dämonen aller Art. In Team-Meeings mit dem Teufel als Vorstand werden neue Ideen vorgebracht, Budgets besprochen und Statistiken erstellt. Und seit neuestem wird die Hölle digitalisiert: Computer, Schrei-Phones und noch vieles mehr machen den Mitarbeitern den Job leichter und dem technikscheuen Teufel das Leben zur Hölle.

Im Sankt-Fidibus Internat wird auch Luzies Leben zur Hölle, denn leider sind die Sitten bei den Menschen etwas anders als in der Hölle und so ist Ärger vorprogrammiert. Heulen, duschen, schwitzen, Blut und Sterblichkeit sind nur die kleinsten Probleme, mit denen Luzie sich herumschlagen muss. Es gilt, eine echte Schule mit Lehrern und Hausaufgaben zu überstehen.

Luzie findet schnell Freunde, Aaron mit den vielen Ticks und die taffe Lilly. Eigentlich will er sich ja mit Torbens böser Clique anfreunden, von der er so viel lernen soll. Doch irgendwie schafft er es nicht so richtig und er auf ihn angesetzte Spion mailt Luzifer schauerlich lustige Berichte von seinem Versagen. Bis zum Schluss sogar der Teufel selbst auf den Plan treten muss.

Das unvermeidliche Trio aus zwei Jungs und einem Mädchen habe ich schnell ins Herz geschlossen. Luzie bewegt sich mit solcher Unwissenheit von einer komischen Situation in die nächste, dass man einfach lachen muss. Die Figuren sind toll, wenn auch noch etwas oberflächlich, aber das wird sich im nächsten Band sicher ändern. Es gibt viele liebenswerte Nebenfiguren und auch die, die mich kurz zum Lachen gebracht haben.

‘Der Fährmann ist ein seltsamer Kauz, hat immer etwas zu meckern. Und er wartet auf niemanden, nicht einmal auf uns. Er hat uns genau kommen gesehen, aber trotzdem abgelegt.’

Jochen Till schreibt mit viel Witz und baut mit fast schon diabolischer Freude Puns und teuflische Wortspiele in die Geschichte ein. Die Geschichte liest sich flott und leicht und war für meinen Geschmack viel zu schnell vorbei. Eigentlich hatte ich ein Dauergrinsen im Gesicht, welches ich nur schwer wieder wegbekommen habe.

Die Zeichnungen hätte ich fast vergessen! Es kommen wirklich nur eine Handvoll Doppelseiten ohne illustrativen Zusatz vor und auch wenn die Bilder in schwarz-weiß gehalten sind, sind sie doch lustig und tragen noch mehr zur allgemeinen Lockerheit des Buches bei.

Lieblingsfiguren: Luzifer, Luzie, Lilly

Fazit: Eine wirklich lustige und mal etwas andere Internatsgeschichte voller Peinlichkeiten und fiesen Jungs. Tolle Figuren, auf die ich mich schon im nächsten Band freue, der im Herbst 2017 erscheinen wird.

Details zum Buch:

  • Autor: Jochen Till
  • Illustrator: Raimund Frey
  • Altersempfehlung: Ab 10 Jahren
  • Seiten: 216
  • Verlag: Loewe
  • Umschlag: Gebunden
  • Erscheinungsdatum: 13.03.2016
  • ISBN: 978-3-7855-8366-1
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3 thoughts on “Luzifer junior [Band 1]

  1. Vielen lieben Dank für die teuflisch schöne Rezension! Freut mich sehr, dass dir mein Luzie so gut gefallen hat…:-) Werde sie dann die Tage auch auf der Luzifer-Junior-Facebookseite teilen.
    Höllische Grüße, Jochen

    Liked by 1 person

    • Es freut mich unheimlich, dass Sie meine Rezension gefunden haben.Dass Sie sich die Mühe gemacht haben zu kommentieren bedeutet mir viel! 🙂
      Ich freue mich schon auf Ihr nächstes Buch 🙂
      Teuflische Grüße, Klaudia

      Like

      • Ich finde, wenn sich jemand schon die Mühe gibt und eine schöne Rezension schreibt, über die ich mich sehr freue, muss das auch kommentiert werden…:-)
        Liebe Grüße und dann hoffentlich bis Band 2,
        Jochen

        Liked by 1 person

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